Ausbildung zum ganzheitlichen Ayurveda Ernährungscoach!
Aber was ist dieser Ayurveda eigentlich?


Der Ursprung des ganzheitlichen Medizinsystems liegt in Indien, stammt aus der Zeit um ca. 5000-4000 v. Chr. und leitet sich aus den Sanskritbegriffen Ayus = Leben und Veda = Wissen ab. Ayurveda bedeutet übersetzt also „die Wissenschaft des Lebens“.

Spannend, oder? Der Zweck dahinter ist ein gesundes, langes, glückliches und erfülltes Leben zu führen!

 

Worin unterscheidet sich Ayurveda denn nun von dem uns bekannten Medizinsystem?

Um den Unterschied des Ayurveda zu unserem westlichen Medizinsystem zu verdeutlichen, können wir bei der Art der Herangehensweise beginnen. Wollen wir heute in Deutschland ein neues Medikament auf den Markt bringen, so wird das Medikament umso erfolgreicher, je mehr Menschen beim Test eine Verbesserung fühlen.

Ayurveda hat da eine ganz andere Herangehensweise: das „Medikament“ muss auf den Einzelnen passen, denn jeder von uns ist anders – individuell eben. Im Ayurveda wird also jeder Mensch komplett und ganzheitlich betrachtet. Wichtig zu erwähnen sind hier auch die drei Bioenergien (Doshas) bzw. Verdauungstypen, auf die ich später noch genauer eingehen möchte, denn sie geben uns eine grobe Richtung.

 

„Du bist, was du isst!“ – diesen Spruch kennen wir alle. Aber was bist du eigentlich? 

Du bist, wie jeder von uns, ein Zusammenschluss von einer immensen Anzahl an Zellen, die auf unglaublich wundersame Weise miteinander funktionieren. Diese Zellen ernährst du jeden Tag. Somit kann ein Auf- und Abbau stattfinden und täglich werden Gene aus unserer DNA, die in jedem Zellkern sitzt, abgeschrieben und viele lebenswichtige Funktionen gesteuert. Die Nahrung spielt also auch hier schon eine große Rolle. Ayurveda geht hier aber noch ein Stückchen tiefer. „Du bist, was du verdaust!“ – denn unser Mikrobiom (unsere Darmflora oder auch Bauchgehirn) spielt hier eine zentrale Rolle. Alles was ich bisher darüber lernen durfte hat mich nachhaltig beeindruckt. Darüber kann ich aber mindestens einen eigenen Blogpost schreiben. 🙂

Ayurveda ist in einer gewissen Art und Weise auch spiritueller Natur. Dania Schumann beschrieb uns in einem Webinar, dass ihr Biochemie Professor einmal einen Satz sagte, über den sie lange nachdenken musste:

„Eine Zelle vergisst nie, wo sie herkommt“.

Lassen wir diesen Satz kurz wirken, klingt das wirklich spannend. Woher weiß die Leberzelle, dass sie eine Leberzelle ist? Sie weiß sogar noch in völliger Isolation, welche ihre Aufgaben und Funktionen sind! Dieses Phänomen ist bis heute nicht wissenschaftlich erklärbar.

Im Ayurveda spiegelt das Mahad wider. Es beschreibt, dass Bewusstsein in allen Dingen des Universums vorhanden ist. Mahad ist in jeder Zelle. Das macht mir bewusst, dass wir nicht alles begreifen können.
Und auch nicht müssen.

 

Was ich aus der ersten Zeit der Ausbildung verinnerlicht habe

Mein wichtigstes Learning aus der ersten Zeit der Ausbildung aber ist, dass wir verlernt haben auf unsere Intuition, auf unser Bauchgefühl, zu vertrauen.
Das beste Beispiel ist hier mein Sohn Ben. Er ist jetzt drei Jahre alt und hat noch keine Sorgen, er denkt noch nicht an später oder was morgen ist. Er hat Urvertrauen und wir kümmern uns jeden Tag liebevoll um ihn. Er weiß genau, wann er etwas braucht, beispielsweise Essen, Trinken, Schlaf oder Liebe. Er hört auf seine Intuition.

Wir haben das im Laufe unseres Lebens meist abtrainiert und verlernt.

Daher ist meine wichtigste Aufgabe im Moment wieder in mich hinein zu hören. Mich zu fragen, ob mir zum Beispiel das Essen gutgetan hat und wie ich mich danach fühle. Mir Zeit für mich zu nehmen und zu reflektieren.


Meine erste ayurvedische Veränderung: Meine Morgenroutine

Seit ca. einem Dreiviertel Jahr habe ich nun inspiriert von Dr. Janna Scharfenbergs Buch „Ayurveda for Life“ meine erste ayurvedische Morgenroutine eingeführt. Und eine neue dauerhafte Routine in einen eh schon prall gefüllten Alltag zu integrieren war alles andere als leicht. Allerdings hat mich das Zungenschaben und Ölziehen in Jannas Buch so angesprochen, dass ich es probieren musste.

Der Hintergrund ist, dass grob gesagt der Körper über Nacht entgiftet und die Zunge sozusagen als Verlängerung des Darmes gesehen wird. So lagern sich die Giftstoffe über Nacht auf der Zunge und somit im Mund ab. Morgens kann man dann mit einem speziellen Zungenschaber oder einem Löffel die Ablagerungen sanft von hinten nach vorne ausstreichen und zwischendrin immer wieder abwaschen. Danach spüle ich den Mund grob aus und beginne dann mit dem Öl ziehen. Hierfür nehme ich einen Teelöffel Sesamöl in den Mund und ziehe das Öl ca. 10 Minuten durch den Mund und die Zähne hindurch. Danach entsorge ich das Öl über ein Küchentuch in den Restmüll, um die Umwelt zu schonen. Es hat jetzt eine andere Farbe, als beim Einnehmen.

Mittlerweile ist es sogar soweit, dass mein Körper die Routine so verinnerlicht hat und ich morgens schon merke, dass der „Müll“ raus muss. Seitdem war ich nicht mehr krank, obwohl die Herbst und Winterzeit mich im Normalfall mindestens einmal richtig niederstreckt. Ich bin deshalb nun mehr als überzeugt, dass dieser ganzheitliche Ansatz der richtige für mich ist und mir schon diese Kleinigkeiten enorm viel bringen. Und das ist erst der Anfang.


Die Nährstoffe

Wir leben in einer Zeit in der mehr Nährstoffe für uns zur Verfügung stehen als jemals zuvor. Gleichzeitig leben wir in der Nährstoffärmsten Zeit, die es je gegeben hat. Bedingt durch industrielle Verarbeitung und „Veränderungen“ von natürlichen Lebensmitteln. Daher achte ich vor allem auf regionale und saisonale Bioprodukte.

Im Ausbildungsskript von Dania Schumann steht ein Satz, der mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. „Wie wäre es, wenn wir nun erleben, dass uns Nahrung wirklich nährt?“ So nährt, dass wir fit, gesund und energievoll sind. So, wie es eigentlich sein sollte?
Das wäre der Wahnsinn!

 

Wie geht es jetzt weiter?

Mein Wunsch und meine Vision ist es, Ayurveda für dich und für mich verständlich und unkompliziert zu übersetzen. Ich möchte von nun an alles, was ich teste, erfahre und als Familien- und Alltagstauglich befinde mit dir teilen. Über umfangreichere Themen werde ich im Laufe der Ausbildung ein bis zwei Mal pro Monat hier bloggen und die kleinen Freuden des Alltags in meinen Stories bei Instagram und Facebook mit dir teilen.

Wenn du nun bis hier her gelesen hast, habe dich hoffentlich mit meinem Thema abgeholt und du verspürst weiteres Interesse an meinen Learnings und tiefergehenden Tipps? Vielleicht hast du auch Freude an von mir kreiierten oder getesteten alltags- und familientauglichen Rezepten?

Klasse, dann abonniere gerne meinen Blog und folge mir auf Instagram. Ich freue mich sehr auf den Austausch mit dir!

Namasté
Deine Belinda